Hallo meine zahlreichen Leser.
Dass ich mich hier nicht gemeldet habe, hat nichts damit zu tun, dass in den letzten Monaten nichts Spannendes passiert wäre, im Gegenteil. Nur taugt das Erlebte wohl eher für Kurzgeschichten und Romane als für ein Weblog, das unter meinem realen Namen auffindbar ist. Naja, so schlimm ist es auch wieder nicht. Ein kurzer Abriss:
In meinem Packstationsfach lag ein Paket mit delikatem Inhalt, das nicht für mich bestimmt war und das der Besitzer bis heute nicht bei mir abgeholt hat. Ich habe interessante Menschen kennen gelernt, war in Berlin und in Prag, habe meine WBK gemacht und bin mangels Konkurrenz in meinem Verband deutsche Meisterin in einer Kurzwaffendisziplin geworden. Übers Internet hatte ich mir eine Plastik-Pufferpatrone gekauft, die dann plötzlich losging. Natürlich hatte ich wieder jede Menge skurriler Arztbegegnungen und Technikaussetzer. Innerhalb von zwei Tagen gaben beide Laptops den Geist auf und in der Küchenfunkuhr spukt es.
Was meine Kieferbehandlung angeht, tut sich was und nun bin ich auf der Suche nach dem Traumjob.
Ich will den Mund nicht zu weit auf machen, aber ich glaube, ich bin wieder dabei, beim Schreiben. Die 100.000 Wörter Grenze ist noch nicht außer Sicht.
Das Gästebuch wurde trotz Captcha mit Spam überschüttet und daher erstmal geschlossen. Ihr könnt ja hier kommentieren. ; )
Und sonst? Ich fühle mich gerade sehr optimistisch.
Auch beim zweiten Versuch klingelte der Paketbote nicht und warf auch keine Karte ein. Ich beklagte mich bei meiner Versenderin und wurde an Kiosk K. verwiesen, wo das Paket für mich bereitläge.
Heute lief ich nun also durch Schnee und Matsch die drei Kilometer zum Kiosk K., gleich gegenüber dem örtlichen Bordell, um mein Paket abzuholen.
Das funktionierte erstaunlicherweise auch. Den ganzen Weg also zurück, die Treppe hoch. Paket auspacken, sich durch fünf Lagen Luftpolsterhüllen, Styropor und Katzenbabykalender wühlen und endlich das erste Fläschchen ätherischer Öle in den Händen halten. Nur: Das Fläschchen war leer.
Wir lernen daraus: Das nächste Mal über Ebay bestellen, und nicht beim medizinischen Fachhandel.
Meine Vorsätze für 2010 lassen sich schnell zusammen fassen: 100.000 Wörter.
Schaut man andere Schreiber an, ist das ein winziges Ziel. Dafür scheint es mir erreichbar.
Pro Tag wären das 274 Wörter, also ein kleiner Textschnipsel.
Ich versuche damit, mich selbst auszutricksen. Schreibe ich einen Roman oder eine Kurzgeschichte, versuche ich, alles auf Anhieb perfekt zu machen. Das funktioniert natürlich nicht und so schmeiße ich den Text irgendwann frustriert in die Ecke.
Diesmal will ich nur irgend etwas schreiben und dadurch Routine bekommen. Der perfekte Text wird natürlich nebenbei entstehen.